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Raumteiler aus MDF oder Massivholz? Warum wir uns entschieden haben

Die Frage kommt fast bei jeder Beratung: Ist das echtes Holz? Die ehrliche Antwort lautet nein. Die Lamellen unserer Raumteiler haben einen MDF-Kern, kein Massivholz. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern eine bewusste Entscheidung für genau diesen Einsatzzweck. Warum sie bei einer Lamellenwand die bessere ist und welche drei Ausführungen es gibt, steht hier.

Detail einer Lamellenwand aus Eiche mit Abstand zwischen den Lamellen, Kundenfoto
Lamellen aus der Nähe: vierseitig beschichtet, ohne sichtbare Kanten oder Stöße. Kundenfoto.

Die kurze Antwort

Die Lamellen haben einen MDF-Kern und sind vierseitig fugenlos beschichtet. Je nach Ausführung trägt diese Beschichtung ein Dekor, eine Holznachbildung mit Struktur oder echtes Eichenfurnier. Massivholz führen wir nicht – auch nicht auf Anfrage.

Warum Massivholz bei schlanken Lamellen schwierig ist

Eine Lamelle misst 3 cm in der Breite, 7 cm in der Tiefe und ist bis zu 275 cm lang. Dieses Verhältnis ist der Knackpunkt: Massivholz arbeitet mit der Luftfeuchte. Es quillt im feuchten Sommer, schwindet in der Heizperiode und verzieht sich dabei. Bei einem Tisch fällt das kaum auf. Bei zwanzig schlanken Lamellen, die in einer Reihe nebeneinander stehen, sieht man jede krumme sofort – gerade im Streiflicht.

Dazu kommen drei praktische Punkte:

  • Gleichmäßigkeit: Massivholz hat Äste, Farbwechsel und unterschiedliche Maserungen. Nebeneinander wirkt eine Wand daraus unruhig; es müsste stark aussortiert werden, was den Preis weiter treibt.
  • Kanten: MDF lässt sich vierseitig fugenlos beschichten. Bei Massivholz sähe man an den Enden Hirnholz, das anders aussieht und anders altert.
  • Gewicht: Eine deckenhohe Wand aus Massivholz wäre deutlich schwerer – für Selbstmontage und Befestigung ein echter Unterschied.

Und der Preis: Massivholz würde einen Raumteiler nicht um zehn oder zwanzig Prozent verteuern, sondern vervielfachen. Wer genau das sucht, ist bei einer Tischlerei richtig – mit allem, was an Planung, Wartezeit und Kosten dazugehört.

Was MDF-Lamellen können – und wo sie Grenzen haben

MDF ist ein homogener Holzwerkstoff: fein gemahlene Holzfasern, unter Druck und Hitze verpresst. Er hat keine Faserrichtung, arbeitet kaum und bleibt gerade. Genau deshalb sitzt eine Lamellenwand nach Jahren noch so da wie am ersten Tag. Die Kanten lassen sich sauber schließen, die Oberfläche ist über alle Lamellen hinweg identisch.

Was MDF nicht kann, sagen wir genauso deutlich:

  • Nicht abschleifbar. Ein tiefer Kratzer lässt sich nicht ausschleifen wie bei Massivholz. Oberflächliche Spuren kann man mit einem Reparaturset kaschieren, mehr nicht.
  • Nicht für Nassbereiche. Der Kern nimmt Wasser auf, wenn die Beschichtung verletzt ist. Für Wohnräume, Büros und Praxen ist das kein Thema, für Bad, Sauna oder draußen schon.
  • Keine Patina. Massivholz dunkelt nach und bekommt Charakter. Eine beschichtete Lamelle bleibt, wie sie ist – für manche ein Vorteil, für andere ein Verlust.

Gut bearbeiten lässt sich MDF trotzdem: Kunden haben schon LED-Streifen in die Lamellen eingefräst, weil die Teile einzeln geliefert werden und sich sauber sägen und fräsen lassen.

Und ja, der Preis

Der Vollständigkeit halber: MDF ist günstiger als Massivholz. Das ist einer der Gründe, warum die ganze Branche damit arbeitet, und wir sagen es lieber offen, als es zu umschreiben. Ohne diesen Werkstoff gäbe es einen deckenhohen Raumteiler nach Maß nicht ab 390 Euro, und die Fertigung in 29 Breiten mit frei wählbarer Höhe wäre als Serienprodukt kaum darstellbar. Der Preis ist aber nicht der Grund für die Entscheidung, sondern ihre Folge: Die Formstabilität wäre auch dann das Argument, wenn beide Materialien gleich viel kosteten.

Die drei Ausführungen

Alle drei haben denselben MDF-Kern. Der Unterschied liegt in dem, was obenauf liegt.

1. Dekor

Die meistgewählte Variante. Eine Dekor-Beschichtung in acht Farben: Natur Eiche, Wotan Eiche, Sonoma Eiche, Walnuss, Weiß matt, Sand Beige, Graphit matt und Schwarz matt. Gleichmäßig, unempfindlich, in jeder Breite zum selben Preis.

2. Eiche Echtholzoptik

Hier arbeiten Tiefendruck und Synchronpore zusammen: Das Druckbild bildet eine echte Eichenmaserung ab, und die Struktur der Oberfläche folgt genau dieser Maserung. Man sieht die Poren nicht nur, man fühlt sie auch. Aus einem Meter Entfernung ist der Unterschied zu Furnier kaum auszumachen.

Lamelle in Eiche Echtholzoptik aus der Nähe, gedruckte Maserung mit Synchronpore
Eiche Echtholzoptik aus der Nähe: Die Struktur folgt der gedruckten Maserung, die Poren sind spürbar.

3. Echtholzfurnier Eiche

Auf dem MDF-Kern liegt echtes Eichenfurnier – eine dünne Schicht gewachsenes Holz. Optik und Haptik sind damit die von Massivholz, die Formstabilität bleibt die des Werkstoffkerns. Wer echtes Holz sehen und fühlen will, wählt diese Ausführung.

Lamelle in Echtholzfurnier Eiche aus der Nähe, gewachsene Holzmaserung
Echtholzfurnier Eiche aus der Nähe: gewachsenes Holz auf stabilem Kern.

Was die Ausführungen kosten

Der Aufpreis hängt am Material, nicht an der Breite. Beispiel für einen Raumteiler mit 131 cm Breite, der häufigsten Größe:

Ausführung Preis bei 131 cm Aufpreis
Dekor, 8 Farben 630 Euro
Eiche Echtholzoptik 700 Euro + 70 Euro
Echtholzfurnier Eiche 970 Euro + 340 Euro

Welche Ausführung für wen

  • Dekor, wenn die Farbe zum Raum passen soll und die Wand unauffällig bleiben darf – etwa in Weiß matt oder Graphit. Auch die robusteste Wahl für Büros und Praxen.
  • Eiche Echtholzoptik, wenn Holz gewünscht ist, aber das Budget im Rahmen bleiben soll. Der Aufpreis ist überschaubar, der Unterschied zum Dekor deutlich spürbar.
  • Echtholzfurnier Eiche, wenn die Wand ein Möbelstück sein soll und neben anderem Echtholz steht – dann passen Maserung und Alterung zusammen.

Welche der Oberflächen im eigenen Licht wirklich passt, sieht man erst zu Hause. Genau dafür gibt es die Musterbox mit allen zehn Oberflächen zum Anfassen.

Wann Massivholz die bessere Wahl ist

Es gibt Fälle, in denen wir ehrlich sagen: Nimm kein MDF.

  • Feuchte Räume. Bad, Wellnessbereich, Wintergarten mit offenem Fenster – dort gehört ein Material hin, das Feuchte verträgt, oder gleich Metall.
  • Wenn die Wand repariert werden soll. Massivholz lässt sich abschleifen und neu ölen, auch nach zehn Jahren. Eine beschichtete Lamelle nicht.
  • Wenn echte Maserung Pflicht ist. In einem Raum voller Massivholzmöbel kann eine Dekoroberfläche fremd wirken. Dann ist unser Echtholzfurnier der Kompromiss – oder eben die Tischlerei.
  • Bei Sonderformen. Schrägen, Rundungen, aufwendige Verbindungen: Dafür ist eine Maßanfertigung vom Tischler gebaut, nicht ein Bausatz in 29 Breiten.

Für den Normalfall – eine gerade Lamellenwand im Wohnraum, Büro oder in der Praxis – überwiegen die Vorteile des Werkstoffkerns aber deutlich.

Häufige Fragen

Gibt es die Raumteiler auch in Massivholz?

Nein. Wir bieten Raumteiler mit MDF-Kern an, weil die Vorteile für genau diesen Einsatz überwiegen: Formstabilität über die ganze Länge, ein gleichmäßiges Bild über alle Lamellen und ein Preis, der Maßanfertigung überhaupt erst möglich macht. Wer Massivholz sucht, findet es bei einer Tischlerei – mit entsprechend anderem Preis und anderer Lieferzeit.

Ist Echtholzfurnier echtes Holz?

Ja. Furnier ist eine dünne Schicht gewachsenes Holz, die auf den Kern aufgebracht wird. Sichtbar und fühlbar ist echtes Eichenholz; nur der Kern darunter besteht aus MDF.

Wie unterscheidet sich Echtholzoptik von Furnier?

Die Echtholzoptik ist eine gedruckte Maserung mit passender Oberflächenstruktur – sie sieht aus und fühlt sich an wie Holz, ist aber keines. Das Furnier ist echtes Holz. Bei 131 cm Breite liegen 270 Euro zwischen beiden Ausführungen.

Hält eine MDF-Lamellenwand dauerhaft gerade?

Ja, das ist der Hauptgrund für den Werkstoff. MDF hat keine Faserrichtung und reagiert kaum auf Schwankungen der Luftfeuchte. Lagern sollte man die Lamellen bis zum Aufbau trotzdem liegend.

Eignen sich die Lamellen für Bad oder Außenbereich?

Nein. Die Beschichtung schließt den Kern rundum, aber dauerhafte Nässe oder Witterung sind nichts für MDF. Unsere Raumteiler sind für Innenräume gemacht.

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Raumteiler nach Maß in echten Wohnungen.

FAQ

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Unsere Antworten.
Wir sind für dich da.

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Beim Raumteiler nach Maß misst du an drei Stellen, an denen der Raumteiler stehen wird, vom Boden bis zur Decke. Vom niedrigsten Wert ziehst du 0,5 cm ab, das ist deine Bestellhöhe. Beispiel: 260 cm minus 0,5 cm = 259,5 cm.

Alternativ nimmst du den höhenverstellbaren Raumteiler: Seine Füße gleichen Unterschiede zwischen Boden und Decke aus.

Die Montage deines Raumteilers nach Maß ist ganz einfach. Es gilt folgendes zu beachten:

1. Am besten an 2 Seiten befestigen. Als Beispiel an die Decke und den Fußboden bohren inkl. passenden Dübel. Solltest du eine Fußbodenheizung haben, reicht es auch wenn du ihn an den Boden mit Montagekleber befestigst. Hier noch unser Montagevideo

2. Raumteiler Höhe bei der Bestellung: Du nimmst da niedrigste Maß an dem der Raumteiler stehen wird von Boden bis zur Decke z.B. 260cm.
Von diesem Maß ziehst du dann 0,5cm Montageluft ab, welche zum Aufstellen des Raumteilers benötigt wird = 260cm – 0,5cm = 259,5cm.

Das ist dann dein Bestellmaß und auch unser Produktionsmaß

Die Lieferzeit beträgt 3-6 Wochen.

Du kannst beim Bestellprozess zwischen 3 oder 6 Wochen wählen. 

Ja. Wir liefern nach Deutschland und in alle Länder der EU ohne Aufpreis.

Ja, wir liefern gerne in die Schweiz. Du siehst alle Details im Checkout unter Punkt 2. Zahlung und Versand, nachdem du deine Lieferadresse eingetragen hast.

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